Formel von Nano2 Chile ermöglicht Entwicklung von Nanokupferpartikeln zu geringen Kosten

Nach Wochen intensiver Arbeit mit verschiedenen Tests zum Einsatz und der Anwendung von Nanotechnologie im Bergbau hat das Team von Nano2 Chile wichtige Fortschritte bei der Erstellung einer Formel zur Entwicklung von Nanokupferpartikeln zu geringeren Marktkosten erzielt.

In Zusammenarbeit mit PyC Tecbiomin wurden die Tests in einem für diesen Zweck eingerichteten Labor in der Stadt Victoria durchgeführt, einem Gebiet mit wichtigen Kupfer- und Lithiumvorkommen. Hier hat das Forschungsteam von Nano2 Chile wesentliche Verbesserungen des Einsatzstoffes erreicht, der während der Pandemie aufgrund seiner antibakteriellen Eigenschaften von entscheidender Bedeutung ist. Die Skalierung und Überführung der Formel „Made in Calama“  in die Industrie sind nun noch ausstehende Schritte.

Laut Mauricio Castro, Mitbegründer und General Manager of Resources and Business bei Nano2 Chile, kann die Industrie in die Arbeit des Unternehmens vertrauen, denn „unsere technischen Tests entsprechen der von der Bergbauindustrie geforderten Rückverfolgbarkeit. Wir realisieren jede Innovation nach TRL, einem von der NASA entwickelten systematischen Prozess, der auf Metriken zur Bewertung des Reifegrads eines Projekts bruht – und das ist sehr wichtig für unsere Arbeit“.

Nano2 Chile möchte einen Beitrag zum nachhaltigen Bergbau leisten

Dem Nano2 Chile-Team gehören erfahrene Fachleuten an – zum gröβten Teil aus der Stadt Calama –  die sich mit nanotechnologischen Anwendungen für Industrie und Bergbau beschäftigen. Der Fokus liegt vor allem auf dem Norden Chiles, eine Region mit beachtlichen Kupfer- und Lithiumreserven und ein interessanter Standort für Nano-Anwendungen in großem Maßstab.

Eines ihrer Ziele ist es, einen Beitrag hin zur Kreislaufwirtschaft zu leisten und Umweltlösungen für den großen Bergbau anzubieten: „Mit unseren Anwendungen möchten wir Umweltprobleme in der Bergbauindustrie lösen, zum Beispiel durch die Kraftstoffreduzierung in kleinen und großen Fahrzeugen, die Verminderung der Bleiverschmutzung in Prozessen der Elektro-Gewinnung oder die Minimierung der Umweltverschmutzung durch Staubreduzierung. Kurz gesagt, die Nanotechnologie kann hier reale alternative Lösungen bieten und zur Produktivität der Bergbauprozesse beitragen“, kommentiert Nibaldo Castillo, CEO bei Nano2 Chile

Die Arbeit wird durch strategische Allianzen mit anerkannten Forschungszentren unterstützt. Zu den Partnern zählen die Universität von Chile (Universidad de Chile) und ihre Abteilung OpenBeauchef für Innovation und Business, die Universität von Concepción (Universidad de Concepción) und die Katholische Universität von Nordchile (Universidad Católica del Norte). Außerdem ist Nano2 Chile Mitglied beim Industrieverband Antofagasta (Asociación Industrial de Antofagasta). Nicht zuletzt nimmt das Unternehmen an verschiedenen Programmen der Wirtschaftsförderungsbehörde CORFO teil, wie dem Trainingsprogramm für Manager Chile-Deutschland, ausgeführt durch die TÜV Rheinland Akademie GmbH.

Ein wichtiger Schritt in der Anwendung von Nanokupfer

Derzeit wird im Rahmen einer Allianz mit der Technological Development Unit (UDT) der Universität von Concepción an der Entwicklung von Nanokupfer geforscht, um sich mit Leistungsverbesserung und Kostenanpassung auf den wachsenden nationalen und internationalen Markt einzustellen. Víctor Morales, an diesem Prozess beteiligter Chemieingenieur, betont die Relevanz solcher Allianzen, dank derer bereits wichtige Qualitätsfortschritte gemacht werden konnten, um wettbewerbsfähige Nanopartikel auf dem Markt zu platzieren: „“Es ist wichtig, diese Art von Tests für die Entwicklung neuer Technologien durchzuführen und mit Studien zu Nanopartikeln und deren Nutzen für die Industrie zu ergänzen. Auf diese Weise fördern wir die Nanotechnologie und ihre Produktpalette und generieren neue industrielle Prozesse, ohne dabei den Fokus von Nano2 Chile aus den Augen zu verlieren: die Anwendung nanotechnologischer Lösungen auf umweltfreundliche Weise“.